Praktische Anwendungen
Es gibt viele FOSS (Free and Open-Source-Software) Anwendungen, die bereits als Container angeboten werden und sich gut für den Heimgebrauch eignen, insbesondere wenn man ein sogenanntes Homelab betreibt (eigene Server zu Hause). Dazu gehören Anwendungen, die ähnliche Funktionen wie Office 365 oder Google Drive bieten, mit denen (Office-)Dateien erstellt, gespeichert und geteilt werden können, wie beispielsweise Nextcloud. Darüber hinaus bieten diese Plattformen auch Chat-Funktionen und weiteres an.
Ein weiteres Beispiel ist Bitwarden, ein bekannter Passwortmanager, den man selbst hosten kann, sodass die Passwörter niemals in der Cloud gespeichert werden. Zudem gibt es Anwendungen, die Media-Streaming ermöglichen, wie Jellyfin.
Es liessen sich noch viele weitere Beispiele anführen, doch das würde den Rahmen sprengen.
Auf den folgenden Links werden bekanntere "dockerisierte" Applikationen aufgelistet und verlinkt:
Aufgabe
Durchsuchen Sie die Liste der beiden Webseiten und versuchen Sie, einige
Container auf Ihrem Rechner zum Laufen zu bringen. Einige Anwendungen bestehen
aus mehreren Containern. In solchen Fällen wird normalerweise eine Docker
Compose-Datei (docker-compose.yml) bereitgestellt. Sie können diese
Anwendungen ausprobieren, indem Sie die Datei docker-compose.yml in einem
separaten Ordner speichern, danach im Terminal zu diesem Ordner navigieren und
den Befehl docker compose up ausführen. Mit Strg + C können Sie die gestartete
Docker-Compose-Umgebung im Terminal wieder stoppen.
- Docker Compose werden wir in der vierten Woche genauer betrachten.
Falls Sie Port-Konflikte haben, müssen Sie entweder das Portmapping anpassen, oder laufende Container stoppen.
Um ein wenig zu verstehen, was all die Parameter beim Befehl docker run oder in der Datei docker-compose.yml bedeuten, empfehle ich, Google oder ChatGPT oder ähnlich verwenden. Es ist im Moment in Ordnung, wenn Sie noch nicht alles verstehen.
Falls Sie die Applikationen nach dem Testen nicht mehr weiterverwenden möchten, empfiehlt es sich, sowohl die Container, Images und Volumes wieder zu löschen. Dabei müssen Sie in dieser Reihenfolge vorgehen, da ein Image oder Volume eines vorhandenen Containers nicht gelöscht werden kann.